Liebe und Positivität weitergeben

Donnerstag, 28. Dezember 2017
Liebe und Positivität weitergeben

Es gibt vieles, über das man meckern kann. Es lässt sich einiges finden, das man bei anderen Menschen bemängeln kann. Wenn man danach sucht, entdeckt man eine Menge Negatives, das man als solches identifizieren kann. Man kann so manches sagen, damit andere sich schlecht fühlen. Aber eben so viel Positives gibt es zu sagen. Es liegt im Auge des Betrachters. Jeder wählt selbst, worauf er seinen Fokus legt. Möchte ich mich von anderen interessanten Personen inspirieren lassen und mich mit ihnen über ihre Erfolge freuen? Oder möchte ich lieber auf andere herab sehen und auf Erfolge anderer neidisch sein und sie ihnen nicht gönnen? Möchte ich über tolle Sachen reden, die andere tun, oder über sie lästern und herziehen?


Mir ist es wichtig, Positivität weiter zu geben. Ich möchte anderen ein gutes Gefühl geben. Ich möchte das Beste in anderen sehen, anstatt auf ihren Fehlern herum zu hacken. Genau so, wie ich mir das auch von anderen wünsche und mich mit eben solchen Menschen umgebe. Ich möchte keine Leute um mich herum haben, die alles, was ich tue, mit Argusaugen betrachten oder regelmäßig über andere Leute lästern. Selbst wenn man nicht die gleiche Philosophie hat wie ich: Wer möchte sich schon mit Leuten umgeben, die ständig am lästern sind? Denn eines ist sicher - es ist nur eine Frage der Zeit, bis man selbst derjenige ist, über den gelästert wird. Solche Menschen sind zumeist recht schnell wieder aus meinem Leben verschwunden.
Mir ist es wichtig, so mit anderen umzugehen, wie ich mir selbst wünsche, dass andere mit mir umgehen. (Natürlich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jeder Mensch etwas andere Bedürfnisse hat)

Ich möchte, dass sich Positivität anstatt Negativität ausbreitet. Eine Situation, die mir letztens passiert ist: Die Kassiererin in einem Laden, in dem ich etwas gekauft habe, wirkte gestresst und genervt und dadurch etwas unfreundlich. Ich hatte nun drei Möglichkeiten: a) Ich bin ebenfalls unfreundlich, wenn die mich so gernervt anguckt, b) ich ignoriere es, c) ich lächel sie an und wünsche ihr freundlich ein schönes Wochenende. Ich habe mich für c) entschieden und sie hat freundlich zurück gelächlt, mir ebenfalls ein schönes Wochenende gewünscht und wirkte zumindest für den Moment viel positiver gestimmt. Hätte ich mich für a) entschieden, wäre sicherlich mein Ego, das davon angeheizt wurde, dass sie so unfreundlich wirkt, auf seine Kosten gekommen, aber ich hätte bei ihr nur noch mehr Negativität geschürt. Wenn ich aber nicht mitmache oder gar anfange, positiv anderen Leuten zu begegnen, kann sich Positivität ausbreiten statt Negativität.

Ich möcht kurz erwähnen, dass das natürlich nicht bedeutet, dass ich finde, dass man keine negative Kritik äußern darf. Natürlich ist das auch manchmal wichtig und man kann daran wachsen, dass man sich mit der Kritik, die andere einem entgegen bringen, auseinander setzt. Aber muss man wirklich immer gezielt das suchen, das man an anderen kritisieren kann? Für mich sollte das nicht der Hauptfokus sein. Man kann schließlich ebenfalls daran wachsen, dass man sich von anderen inspirieren lässt und von ihnen lernt.

Wie nahezu bei allem, das ich hier beschreibe, ist es nicht mein Ziel, es perfekt zu machen. Einmal mehr ist das Stichwort "Achtsamkeit". Ich glaube, ich schreibe das in beinahe jedem Post, indem ich meine Gedanken zu einem Herzensthema teile, aber wahrscheinlich kann ich es nicht oft genug sagen. Nicht zuletzt mir selbst sage ich das hiermit immer wieder. Im Grunde schreibe ich hier nur das, was ich selbst lesen sollte, um immer mehr die beste Version meiner selbst zu werden. Für mich bedeutet es, Achtsamkeit zu praktizieren, immer wieder innezuhalten, anzunehmen, was ist, und zu dem zurück zu kehren, was man umsetzen möchte. Und ebenso ist es in diesem Fall. Nur, weil ich mich jetzt der Positivität verschreibe, heißt das nicht, dass ich von nun an nie wieder lästern werde. Es geht viel mehr darum, ein Stück weit bewusster zu werden. Es geht darum, immer früher zu erkennen, dass ich gerade schlecht über jemanden geredet habe, oder am besten sogar, dass ich gerade schlecht über jemanden rede. Es ist ein Prozess, der wahrscheinlich nie abgeschlossen sein wird. Dabei ist es wichtig, ehrlich zu mir selbst zu sein, und, mir einzugestehen, dass ich gelästert habe. Das ist nicht immer leicht, aber notwendig. So lange man sich selbst belügt und für alles Rechtfertigungen findet, kann man nicht aus Ausrutschern lernen.

Für mich ist, Positivität statt Negativität weiterzugeben, ein Weg, die Welt im Kleinen ein Stück besser zu machen. Das ist der Punkt, an dem ich anfangen möchte. Für mich ist es kein Wunder, dass es Kriege auf einer Welt gibt, auf der so viele Leute Negativität schüren und immer weitergeben. Für mich ist es keine Lösung, diesen Menschen wiederum mit Negativität zu begegnen, denn im Grunde befinde ich mich damit im gleichen Denken wie diese Menschen, mögen die Absichten noch so gut sein. Ich denke, dass man nur mehr Öl ins Feuer gießt, wenn man versucht, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.

Herzliche Grüße
eure Nicole

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