Nachhaltig leben - in welche Richtung soll es 2018 gehen?

Donnerstag, 25. Januar 2018
Heute möchte ich euch erzählen, in welche Richtung sich mein bewusster und nachhaltiger Konsum im Jahr 2018 entwickeln soll. Bei dieser Gelegenheit nehme ich an der Blogparade zum Thema Nachhaltigkeitsvorsätze 2018 von Ecomonkey.de teil.
 
Für mich ist mein nachhaltiges Leben nicht etwas, womit ich von einem Tag auf den anderen angefangen habe und es direkt perfektionieren konnte, sondern eine Entwicklung. Im Grunde habe ich in den letzten acht Jahren, seit ich vegan lebe, immer wieder meinen Lebensstil so verändert, dass er ein Stückchen nachhaltiger war.
 

 
Welche ist die Richtung, in die sich mein nachhaltiges Leben im Jahr 2018 entwickeln soll?



Ich möchte generell weniger kaufen, wenn, dann mehr Gebrauchtes kaufen oder mir schenken lassen. Ich kaufe schon seit Jahren einen großen Teil meiner Kleidung Second Hand, zumeist bei Kleiderkreisel. Im letzten Jahr wurde es etwas mehr. Gebrauchte Bücher und ein gebrauchtes Möbelstück durften bei mir einziehen.
 
Dadurch, dass 2017 Zero Waste und Minimalismus meine neuen Steckenpferde wurden, rückte das Thema mehr und mehr in den Fokus. Hier habe ich ja schon mal darüber geschrieben, dass ich, seitdem ich Müll vermeide, noch ein ganzes Stück bewusster konsumiere. Ich hinterfrage viel mehr die Dinge, die ich kaufe, anstatt sie gedankenlos mitzunehmen.
Ich mache mir durch Minimalismus und Zero Waste häufiger Gedanken darum, wie viel ich zum Leben brauche. Alles, was hergestellt wird, damit ich es kaufe, schadet der Umwelt. Seine Herstellung und Transport verbrauchen Ressourcen. Selbst, wenn es ein nachhaltiges Produkt, ist der Ressourcenverbrauch wesentlich geringer, wenn man es gar nicht kauft oder das Produkt weiterverwendet, das sich jemand anderes bereits gekauft hat und nun nicht mehr haben möchte. Wobei ich es durchaus gut finde, nachhaltige Unternehmen zu unterstützen, damit sich eine Alternative zu den herkömmlichen etablieren kann.
Außerdem bleibt nicht viel anderes übrig, als wenig zu kaufen, wenn man auf Dauer Minimalist bleiben möchte. Man kann natürlich ebenfalls viel kaufen und vieles weggeben, aber dann muss man ständig weiter viel ausmisten, anstatt irgendwann größtenteils fertig zu sein. Außerdem ergibt das für mich nun ökologisch gesehen gar keinen Sinn. Außer in dem Fall, dass man gebrauchte Dinge kauft und die Sachen, die man nicht mehr haben möchte, an andere weitergibt. So kann man natürlich so viel tauschen wie man möchte, ohne der Umwelt zu schaden :) Das ist ein Punkt meines Vorsatzes: Wenn mir etwas nur nicht mehr gefällt, gebe ich es  weiter und suche mir dafür gebraucht eine Alternative. Ich ersetze möglichst keine Dinge mehr, die noch funktionieren, durch neue.
 
Nun kommt noch mein Fairtrade-Selbstexperiment dazu, bei dem ich vier Wochen lang versuche, so wenig wie möglich zu kaufen, für das Menschen ausgebeutet wurden. Plötzlich kann ich für diesen Zeitraum die meisten Sachen außer Lebensmitteln aus Europa oder aus fairem Handel und Fairtrade-Kleidung nicht mehr neu kaufen. Im Grunde ist es ziemlich undurchsichtig, wo ein Großteil des Krams in unseren Geschäften herkommt, und, unter welchen Bedingungen er produziert wurde.

Ich überlege außerdem, mich an Food Sharing zu beteiligen und Lebensmittel abzuholen, die in Geschäften übrig sind, anstatt selbst welche zu kaufen.
 
Ich denke nicht, dass ich das hundertprozentig umsetzen werden, aber ich möchte erst einmal nach einer Alternative (gebraucht oder zumindest nachhaltig) schauen, bevor ich auf bequeme, da gewohnte Weise das neue Produkt kaufe.
 
Herzlichst♥
eure Nicole

1 Kommentar:

  1. Liebe Nicole,
    Mir geht es so ähnlich, wie dir. Mittlerweile stehe ich im Supermarkt, sehe das Obst/Gemüse im Regal, dann folgt der Blick auf das Schild mit der Herkunft und die Sache hat sich erledigt. Deshalb essen wir seit Wochen nur noch Äpfel, da das das einzige Obst aus Deutschland ist.
    Für diese kommende Saison hat sich meine ganze Familie für ein SOLAWI angemeldet. Dabei bekommen wir unser Gemüse, Obst, Fleisch und Milch direkt von einem Biobauernhof.
    Viele Grüße, Izabella

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